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Training der Absturzsicherung...  
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...auf dem Gelände der Fa. Klingmalz  
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Absturzsicherung

Geschichte:

Da die technische Hilfeleistung immer mehr an Bedeutung gewinnt, und die Hilfeleistungsaufgaben der Feuerwehr Schriesheim immer größere Ausmaße annimmt hat man sich im Jahr 1999 dafür entschieden einen "Gerätesatz Absturzsicherung" zu beschaffen. Es war angedacht diese Geräte bei Einsätzen nach Sturmschäden, Gebäudebränden und Arbeiten mit der Drehleiter einzusetzen, um die Kameraden, vor Absturz nach dem neuesten Stand der Technik zu sichern.

Nach einer Einweisung war deutlich geworden, dass das Arbeiten mit diesen Geräten mehr Übung bedarf, so kristallisierte sich eine Gruppe heraus, welche sich diesem speziellen Thema annahm. Im Frühjahr 2000 wurde erstmals ein Theorieabend abgehalten, hier nahmen 23 interresierte Kameraden teil. Im laufenden Jahr wurden verschiedene Übungen mit dem Gerätesatz an Dachstühlen und Rohrbrücken durchgeführt, was die Gruppe auf 14 Kameraden reduzierte, da die Höhe und der Umgang mit dem Material nicht jedermann Sache war. Nach einem halben Jahr intensiver Übungsarbeit wurden weitere Geräte beschafft, ein "Gerätesatz Absturzsicherung, eine Weste und ein Kernmantelseil erweiterten die Materialien der Absturzsicherungsgruppe. Die vorhandene Gerätschaft machte sich in den ersten 2 Jahren bezahlt, da man Aufgaben in der Realität sicher bewältigen konnte.

Abgestürzte Bergsteiger und Kletterer bringen der Feuerwehr Schriesheim jedes Jahr 5-6 Einsätze im stillgelegten Steinbruch und damit auch große Sorgen, da das Naturschutzgebiet seit einiger Zeit als Klettergebiet weit über die Grenzen Schriesheims hinaus bekannt ist. Um auch in diesem schwierigen Gelände Hilfe leisten zu können, wurden im Spätjahr 2001 weitere spezielle Geräte gekauft. Die vorhandenen Gerätschaften, welche eine Schleifkorbtrage und zwei Rollglissgeräte mit einschließt, sind die Grundlage der Absturzsicherungsgruppe der Ffw-Schriesheim Abt Stadt, die ein ständiges Üben erfordern und ein hohes Maß an Zeitaufwand beinhalten.

Die Absturzsicherungsgruppe hat einen festen Kern von 14 Kameraden, der zu außerordentlichen Übungen zusammen kommt, um dieser Aufgabe gerecht zu werden. In den Jahren 2000 bis 2002 wurden 28 Übungen und 3 Einsätze gefahren. Jeder eingesetzte Kamerad in der ASG hat eine gültige G41 Untersuchung und verfügt über ein Paar Kletterhandschuhe.

Geräte:

An die Geräte der Absturzsicherung werden hohe Anforderungen gestellt, so müssen alle Geräte die durch einen Sturz belastet werden eine Mindestbruchkraft von 20 kN standhalten. Über jedes Gerät der Absturzsicherungsgruppe wird ein Einsatzbuch geführt, hier werden alle Übungen, Einsätze und Prüfungen festgehalten, um einen lückenlosen Nachweis der Gerätschaft zu führen.

Gerätschaft der Absturzsicherungsgruppe:
  • 4 Seile: Kernmantel Dynamikseil mit einem Durchmesser von 11mm und einer Länge von 60m. Es dient zur Sicherung und zum Auf- und Abseilen von Personen.
  • 26 Bandschlingen 120cm/60cm lang: Sie werden in Verbindung mit einem Stahlkarabiner als Anschlagmittel, zum Setzen von Festpunkten, Zwischensicherungen und als Trittschlinge genutzt.
  • 30 Karabiner mit Tri-Lock Verschlußmechanismus: Die verwendeten Karabiner haben eine Bruchfestigkeit von 45KN, sie werden als Verbindungselemente und als Seilbremse mit dem Halbmastwurf eingesetzt.
  • 3 Auffanggurte mit Weste: Sie ist die Arbeitsjacke der Feuerwehrkameraden, hier werden Seile und Abseilgeräte angeschlagen.
  • 4 Helm: Sie sind der Kopfschutz, welcher eine sehr gute Sicht nach allen Seiten ermöglicht, ohne den Kopf drehen zu müssen.
  • 1 Y-Absorbica mit 2 Karabiner 24cm groß: Dieses Gerät ist mit zwei sehr großen Karabinern ausgestattet, die es erlauben, sich an Strommasten, Rohrbrücken oder ähnlich dickem Material einzuhängen. Ein Falldämpfer ist integriert. Ein schnelles Vorsteigen, z.B. durch einen Arzt, wird mit diesem Gerät möglich.
  • 2 Steigklemme: Werden zum Aufsteigen im Seil und zur Arbeitsplatzpositionierung verwendet.
  • 2 I`D: Der I`D ist ein Auf-und Abseilgerät der über eine Panikschaltung sehr sicher zu bedienen ist. Personen oder Lasten können über dieses Gerät im Seil aus Höhen oder Tiefen gerettet werden.
  • 1 Schleifkorbtrage: Sie ist eine stabile Rettungstrage die im Gelände eingesetzt wird, weiter kann diese Trage über eine spezielle Bebänderung auch mit der Drehleiter oder dem Rollgliss eingesetzt werden.
  • 2 Rollglissgeräte 30m/10m: Ist eine Art Flaschenzug mit verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten um Lasten oder Personen(in der Schleifkorbtrage) auf oder abzuseilen. Der Rollgliss wird mit einem statischen Seil eingesetzt.
  • 2 Kantenschutz: Er dient zur Schonung der Seile an Kanten, Mauer, etc., da das Seil sehr hohen Reibungskräften und Reibungswärmen ausgesetzt ist
  • 20 Paar Handschuhe: Bergsteigerhandschuhe erlauben mehr Gefühl im Umgang mit den Geräten besonders da die Fingerkuppen frei sind.
  • 4 Rucksäcke: Sind zur Aufnahme der Gerätschaft und zum einfachen Transport im Gelände.
  • Dreiböcke: Als Anschlagpunkte über Kanal- oder Siloöffnungen da man zentriert über den Öffnungen den Festpunkt setzen kann.


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