/ Die Feuerwehr
 / Aktuelles
 / Interaktiv
 / Kontakt
Zur Startseite

Ohne Uniform, aber mit Ehrenkreuz

Bürgermeister Riehl erhielt die höchste Auszeichnung, die von der Feuerwehr vergeben werden kann.

27.01.2003 | Schriesheim. (ron) "Bei solchen Ehrungen ist es üblich, dass sich die Anwesenden von ihren Plätzen erheben." Thomas Pohl hatte den Satz noch nicht richtig ausgesprochen, da standen 900 Menschen auf wie ein Mann. Diese besondere Ehrerweisung galt einer besonderen Auszeichnung und einem besonderen "Feuerwehrmann": Schriesheims Bürgermeister Peter Riehl ist seit Samstagabend träger des Goldenen Ehrenkreuzes des deutschen Feuerwehrverbandes. "Eigentlich ist diese Ehrung Uniformträgern vorbehalten", erklärte Pohl, aber für Riehl habe man gerne und bewusst eine Ausnahme gemacht.
Das Goldene Ehrenkreuz ist die höchste Auszeichnung, die es bei der Feuerwehr gibt. Riehl nahm das Abzeichen sichtlich gerührt in Empfang. "Es bedeutet mir sehr viel", verriet er wenig später der RNZ. Pohl verhehlte nicht die Tragweite der Entscheidung. Denn jeder Feuerwehrkreis bekommt ein Goldenes Ehrenkreuz nur einmal im Jahr auf Antrag zugeteilt.
Nur einmal bislang hat ein Bürgermeister diese hohe Ehre zugesprochen bekommen: Das war vor einigen Jahren der mittlerweile pensionierte Herbert ehrbar in Leimen. Pohl hatte zuvor den Schrieheimer Rathauschef, der ja auch Rotkreuz-Kreisvorsitzender ist, als "Mann der Superlative" bezeichnet. Diese Ehrung zu vergeben, so der Kreisvorsitzende, sei "bereits für den Ehrenden eine Ehre". Ähnlich würdigte auch Kreisbrandmeister Peter Michels den neuen Ehrenkreuz-Träger. Riehl engagiere solch mit der "Raffinesse und der Taktik eines Offiziers". "Du stehst zur Feuerwehr wie kein anderer Bürgermeister" bescheinigt er ihm.

Und wie zum Beweis klang Riehls engagierte Festrede. "Diese Frauen und Männer wagen ihr Leben für uns" rief er auf, "deshalb müssen wir ihnen die beste Ausrüstung geben, die es gibt, sie fordern nichts Falsches und nichts Unnötiges" Gerade die erfahrenen Aktiven der Feuerwehr, so Riehl, seien "kommenden Generationen Vorbild für die Gestaltung der Zukunft". Die Wehr brauche mehr Anerkennung statt neuer "Bordsteinkommandanten". "Respekt und Ehrfurcht" vor den Feuerwehrleuten sei angebracht, forderte Riehl. Und: "Wir müssen dankbar sein, dass es Männer wie Euch gibt." So erbringe die Feuerwehr nicht nur für den Bürger, sondern auch für den Staat eine groß Leistung. Riehl: "Die Vereine sind in dieser Stadt für den Bürgermeister eine feste Bank, aber besonders fest ist und bleibt die Feuerwehr." Außerdem sprach er sich vehement gegen eine Zusammenlegung einzelner Stadtwehren aus. "Wenn die Verbindung zum Ort weg ist, wäre alles mit einem Schlag kaputt", so eine Befürchtung. Riehl zu den versammelten Blauröcken: "Ich bin dankbar, Euer Kamerad zu sein.

Pohl hatte zuvor, ein ebenso altgedientes wie erfolgreiches Gespann der Schriesheimer Wehr geehrt: Feuerwehrkommandant Georg Weber und seinen als Zugführer eingesetzten Oberbrandmeister Friedhelm Urban. "Beide lenken seit vielen Jahren die Geschicke in Schriesheim", erklärte Pohl und heftete nichts Geringeres als das Silbernen Ehrenkreuz des Feuerwehrverbandes ans Revers des blauen Rocks.

Rhein-Neckar-Zeitung | 27.01.2003



Home  -  Aktuelles  -  Presseauszüge  -  Die Feuerwehr bestand...
  home     impressum