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Splitter27.01.2003 | Schriesheim. "Wir sind schon eine viertel Stunden hinten dran", meinte Kommandant Georg Weber in seiner Begrüßung und bat daher, nicht bei jedem Genannten zu klatschen, sondern am Ende. Das klappte, bis Bürgermeister Riehl an der Reihe war. Der stand auf und klatschte symbolisch die Hände ineinander, worauf sich lautstarker Beifall erhob. Georg Weber erwies sich auch als Gentleman. Als die kleinste der drei Festdamen, Sarah Flößer, ans Mikro trat und kaum darüber blicken konnte, schob er diskret einen Kasten ans Pult. Die Moderation des Abend hatte wieder einmal Horst Schütze, und er absolvierte sie routiniert wie immer. Auffallend war nur, dass er laufend seine Brille auf- und abnahm. "Das hat nichts mir Nervosität zu tun", erläuterte er dem Publikum. Er habe gerade eine Augenoperation hinter sich, die noch nicht ausgeheilt sei, daher müsse er bei jedem Blick aufs Blatt die beste Art des Sehens testen. Eine Kostprobe ihres natürlichen Wesens gab wieder einmal Weinkönigin Sonja. In ihrem Grußwort berichtete sie, wie sie als Achtjährige das Mathaisemarkt-Feuerwerk beobachtete und sah, wie dadurch an einem Weinberg etwas in Brand geriet. Sofort rannte sie in die Wohnung und packte ein paar Sachen zusammen: "Ich hatte zuvor einen Bericht über Brände in Australien gesehen, vor denen die Menschen in den Städten fliehen mussten. Da dachte ich, auch wir müssten fliehen. Bis meine Eltern sagten: Wir in Schriesheim haben doch unsere Freiwillige Feuerwehr." Dank empfing an jenen Abend auch die früheren Festdamen: Beate Jäck, Susanne Schulenburg und Martine Krossmann vom "100-jährigen" 1978 sowie Hilde Held, Erika Beyrer und Käthe Walter vom "75-jährigen" 1953. Nicht zu vergessen Margarethe Brunn, die Witwe von Fritz Brunn. Als die frei Chöre zu singen begannen, juckte es auch den passionierten Sänger Peter Riehl mitzumachen. Klammheimlich stellte er sich in deren Reihen und sang mit. Ein eindrucksvolles Bild der drei gemeinsam auftretenden Gesangsvereine, mehr noch aber die damit erreichte Stimmgewalt machte manchen aber auch nachdenklich. "Manche Sänger haben gesagt: So viel war unser Chor früher schon alleine", meinte Liederkranz-Chef Jürgen Betzin. Mannheimer Morgen | 27.01.2003 Home - Aktuelles - Presseauszüge - Die Feuerwehr bestand... |
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